Liebe Géraldine
Erstmal WOW! Dein Post hat mich sehr beeindruckt. Deine Worte sind hierzu sehr passend gewählt. Auch deine Überlegungen zum Thema "Ruhm" finde ich sehr sehr spannend und sehr gut nachvollziehbar.
Ich habe mir unter "Ruhm" zuerst nur die, ich sag mal, gewöhnliche Definition vorgestellt, doch du hast meinen Horizont bzw. meine Sichtweise erweitert.
Dazu fand ich dein Beispiel besonders schön. Es hat mich sogar etwas berührt (auch wenn es frei erfunden ist) als ich es las habe ich ganz vergessen, dass es nur ein Beispiel ist und keine Geschichte. Ich war so vertieft, dass ich mich schon fast in deiner "Kurzgeschichte" verloren habe.
Der Aufbau dieses Posts mit den Zitaten dazwischen finde ich sehr gut. Es ist sehr ansprechend zu lesen und auch die Wahl der Zitate hast du sehr gut getroffen. Ich weiss nämlich von mir persönlich, wie schwierig es ist, ein passendes Zitat zu einem bestimmten Thema zu finden. Meiner Meinung nach sind sie auch am richtigen Ort platziert, sie haben mich unteranderem dazu bewegt, genau diesen Post zu lesen.
Liebe Grüsse Sandra
Dienstag, 20. Januar 2015
Kommentar zu Monas Blog
Liebe Mona
Ich habe deinen Rat vom ersten Post (so leid es auch mir tut) nicht befolgt und habe mich durch deinen Blog "gewurmt". Das trifft natürlich nicht zu, ich musste mich NICHT durch deinen Blog wurmen. Ich war nämlich von Anfang an sehr von deinem Schreibstil angetan. Ich war sofort davon gefesselt! Die Ironie, die sich in den Posts verbirgt wirkt sehr sympathisch und ehrlich, es brachte mich sogar einige Male zum Schmunzeln :)
Du besitzt ausserdem einen sehr ausgeprägten Wortschatz den du gekonnt in Szene setzt. Sehr inspirierend!
Auch wenn du dich nicht direkt auf die Leser beziehst, finde ich, dass man sich sehr angesprochen und mit einbezogen fühlt, dies gefällt mir sehr gut.
Dein Layout verpasst dem Ganzen unteranderem auch eine passende Atmosphäre. Denn während dem Lesen zieht der Hintergrund immer wieder Blicke auf sich (so ist es jedenfalls bei mir), so dass man sich parallel zum Lesen Gedanken über das Buch machen kann. Ich denke, dass dies auch einigen hilft, die das Buch nicht gelesen haben, sich etwas darunter vorstellen zu können.
Mach weiter so! Ich bin sehr gespannt auf deine weiteren Einträge und hoffe sehr für dich, dass dich das Buch sehr bald packt, damit du fleissig bloggen kannst ;)
Sandra
Ich habe deinen Rat vom ersten Post (so leid es auch mir tut) nicht befolgt und habe mich durch deinen Blog "gewurmt". Das trifft natürlich nicht zu, ich musste mich NICHT durch deinen Blog wurmen. Ich war nämlich von Anfang an sehr von deinem Schreibstil angetan. Ich war sofort davon gefesselt! Die Ironie, die sich in den Posts verbirgt wirkt sehr sympathisch und ehrlich, es brachte mich sogar einige Male zum Schmunzeln :)
Du besitzt ausserdem einen sehr ausgeprägten Wortschatz den du gekonnt in Szene setzt. Sehr inspirierend!
Auch wenn du dich nicht direkt auf die Leser beziehst, finde ich, dass man sich sehr angesprochen und mit einbezogen fühlt, dies gefällt mir sehr gut.
Dein Layout verpasst dem Ganzen unteranderem auch eine passende Atmosphäre. Denn während dem Lesen zieht der Hintergrund immer wieder Blicke auf sich (so ist es jedenfalls bei mir), so dass man sich parallel zum Lesen Gedanken über das Buch machen kann. Ich denke, dass dies auch einigen hilft, die das Buch nicht gelesen haben, sich etwas darunter vorstellen zu können.
Mach weiter so! Ich bin sehr gespannt auf deine weiteren Einträge und hoffe sehr für dich, dass dich das Buch sehr bald packt, damit du fleissig bloggen kannst ;)
Sandra
Ich sehne mich nach dir, Ludwig.
Salut.
Die Ausgangslage meines inneren Monologes ist das Geständnis des Mordes am Journalisten Werner Tötges. Als Katharina Blum am Sonntagabend der Weiberfastnacht vor der Wohnungstür des Kriminaloberkommissars Walter Moeding steht.
"Ist es wirklich passiert? habe ich ihn tatsächlich erschossen? Ja, Katharina es ist wahr. Er liegt erschossen in deiner Wohnung. Dieser Mistkerl! Er wollte schliesslich mit mir bumsen, also hab ich dies auch getan...Ich weiss schon gar nicht mehr wie viele Schüsse es eigentlich waren. Zweimal? Dreimal? Viermal? Keine Ahnung.
Seinen Blick allerdings werde ich vermutlich nie vergessen, wie in einem Kinofilm sah er mich an. Erstaunt, unerwartet . Dann fiel er...Genug jetzt! Wo kann ich meinen Kopf befreien? Ich hab nun genug bei Peter gearbeitet, dieser Tumult wird mir langsam aber sicher zu viel. Die Kirche wird wohl der einzige Ort sein...
Wieso musste meine Mutter derart leiden? Ihr Leben war verflucht! Elend. Und dann dieser schreckliche Tod! Mein Vater, dieser ewige Nörgler. Auf alles schimpfte er, doch hatte er plötzlich etwas mit der Behörde, den Beamten oder was auch immer zutun, so winselte er vor Unterwürfigkeit. Dann war da noch mein Bruder, er wollte nur mein Geld, um sich irgendeinen Blödsinn damit zu kaufen...Und letzen Endes Brettloh, wieso erzählte er Tötges diesen miesen Dreck?! Er wusste genau, dass es nicht wahr ist, was er ihm sagte.
Alles ist so undankbar...Ich war doch immer so felissig und tüchtig? Doch Dank hab ich nie bekommen, geschweige denn noch Liebe gespürt. Ich wurde benutzt, ständig benutzt. Alle wollten immer nur das Eine, ausser mein Ludwig. Von Anfang an verspürte ich Hingabe zu ihm, wie bei keinem anderen, und er für mich. Ich vermisse dich, mein lieber Ludwig...
Schluss jetzt mit diesem Gedankenwirrwarr! Ich brauche einen freien Kopf! Ablenkung wäre nun das beste. Die finde ich bestimmt im Kino. Naja, das war es wohl auch nicht, überall diese fürchterliche Karnevalsaufregung, ich bin momentan überhaupt nicht in Stimmung dazu. Der einzige Ort, der mir etwas Ruhe ermöglicht, ist die Kirche...
Ich muss doch irgendeine Reue oder ein Bedauern für meine Tat verspüren? Es sollte niemals soweit kommen, aber er wollte doch bumsen, und ich habe gebumst oder? Ausserdem hat er meine Ehre und nicht nur mein Leben sondern auch dieses meiner engsten Bekannten zerstört. War er nebenbei nicht dieser Kerl, der mich nachts angerufen hat und der auch die arme Else dauernd belästigt hat? Seine Stimme kam mir so bekannt vor, doch was hätte es mir gebracht, dies herauszufinden?
Ich hätte jetzt ehrlich gesagt mehr Lust auf einen starken Kaffee...Bei Käthe Bekering krieg ich bestimmt einen.
Ob ich Ludwig liebe? Ja, das tue ich.
Reiss dich nun zusammen! Wenn du zu Ludwig willst, musst du nun hier durch. Koste es was es wolle!
Okay, jetzt stehe ich also vor der Tür.
Endlich, endlich werde ich diese Last von mir los. Ich, ich bereue meine Tat kein bisschen, ich will einfach nur noch zu meinem Ludwig. Ich vermisse ihn so sehr.
Tief einatmen und klingeln.
Huch, die Türe geht schon auf, aber Moment mal, wie sieht denn dieser Typ aus? Ein Scheich? Bin ich hier am richtigen Ort gelandet, oder hab ich mich wirklich an der Wohnungstür geirrt?
Weiberfastnacht war doch schon letzten Donnerstag?
Ach zum Glück, ich habe mich doch nicht geirrt. Also erneut tief Luft holen und los!
Guten Abend Herr Moeding. Heute Mittag habe ich gegen 12:15 Uhr in meiner Wohnung, den Journalisten Werner Tötges erschossen. Ich bitte Sie, meine Wohnung aufzubrechen, damit Sie ihn abholen können und um meine eigene Verhaftung.
Was denkt er sich jetzt wohl? Er schaut aus wie ein Maikäfer wenn's blitz. Hat er noch nie eine Mörderin gesehen oder was?
Depp.
Okay, jetzt stehe ich also vor der Tür.
Endlich, endlich werde ich diese Last von mir los. Ich, ich bereue meine Tat kein bisschen, ich will einfach nur noch zu meinem Ludwig. Ich vermisse ihn so sehr.
Tief einatmen und klingeln.
Huch, die Türe geht schon auf, aber Moment mal, wie sieht denn dieser Typ aus? Ein Scheich? Bin ich hier am richtigen Ort gelandet, oder hab ich mich wirklich an der Wohnungstür geirrt?
Weiberfastnacht war doch schon letzten Donnerstag?
Ach zum Glück, ich habe mich doch nicht geirrt. Also erneut tief Luft holen und los!
Guten Abend Herr Moeding. Heute Mittag habe ich gegen 12:15 Uhr in meiner Wohnung, den Journalisten Werner Tötges erschossen. Ich bitte Sie, meine Wohnung aufzubrechen, damit Sie ihn abholen können und um meine eigene Verhaftung.
Was denkt er sich jetzt wohl? Er schaut aus wie ein Maikäfer wenn's blitz. Hat er noch nie eine Mörderin gesehen oder was?
Depp.
Der geheime Fuchtweg
Und da bin ich wieder...
Im Zug nach Zuchwil nahm ich mir die Zeit am Buch weiterzulesen. 5:30 Uhr der Wecker klingelt, aufstehen, die Dunkelheit sehen. Schnee fällt, alles weiss bedeckt. Unter die Decke kriecht die Kälte. Ein Schauer kommt über mich, der Gedanke aufzustehen fesselt mich ans Bett. Viel zu früh um aufzustehen!
Naja genug Poesie, ich ging also mit zwei anderen auf den Zug, da wir das ganze Wochenende zusammen J&S Kurs in Zuchwil haben.
Noch im Halbschlaf habe ich versucht aufmerksam das Buch zu lesen. Ich hab es nicht wirklich geschafft.
Hauptsächlich handelte es sich um den geheimen Männerbesuch von Katharina Blum. Wer war dieser mysteriöse Kerl, der von Frau Schmill als etwa vierzigjähriger, elastisch wirkender Herr beschrieben wurde und von Herrn Ruhwiedel als ziemlich jungen Schlaks? Waren es wirklich mehrere Männer? Warum weigerte sie sich zu verraten, wer dieser "Herrenbesuch" war? Wieso rückte sie erst nach so langer Zeit mit dem Namen der Herren raus?
Zuerst einmal war der Herrenbesuch Alois Sträublender, ein alter Freund der Blornas. Ob er jetzt schlaksig oder elastisch war kann ich mir nicht beantworten, denn aus dem Geschriebenen kann man nicht herauslesen, wie er gebaut war und wie er aussah. Warum sie nicht schon früher mit dem Namen rausrückte, kann ich nicht sagen. Vielleicht lag es daran, dass sie Hubert und Trude Blorna nicht involvieren wollte, oder sie sich schlichtweg dafür schämte. Ich weiss es nicht. Aber wo bestand der Zusammenhang zwischen Alois und Katharina? Haben sie sich ab und an bei den Blornas getroffen und sich so kennengelernt, oder war es reiner Zufall? Und die Frage, die bei mir das grösste Fragezeichen aufwirft, ist warum sie genau Alois Sträublender wählte, obwohl sie ihn verheimlichte? War es vielleicht nur um ihn vor den Medien zu schützen?
Alois Sträublender verstand dies ebenfalls nicht. Er liebte sie, schickte ihr Briefe, sogar mit einem kostbaren Ring der nur mit einem Umschlag gefunden wurde. Dazu gab er bzw. drängte er ihr einen Schlüssel zu seinem Zweithaus in Kohlforstenheim auf, welcher nicht mehr gefunden wurde. Wo war dieser Schlüssel wohl hingekommen?
Während meines Leseprozesses war auch die Rede davon, ob Katharina Götten schon vorher kannte, oder nicht.
Hubert, wie auch Trude Blorna geben sich die Schuld, Katharina geholfen haben, eine Flucht für Götten zu ermöglichen. Trude Blorna gibt sich aufgrund eines Planes der gesamten Heizungs-, Lüftungs-, Kanalisations- und Leitungsanlagen, den sie im Schlafzimmer hängen hatte, die Schuld. Katharina war derart davon fasziniert, dass sie zusammen den Plan ganz genau studierten.
Sie vermuten beide, dass sowohl Götten, wie auch ihre Herrenbesuche so ein- und ausgegangen seien. Doch Götten war Trude Blornas Meinung nach bestimmt nicht einer der Herrenbesuche, sondern wenn überhaupt nur ein schlichter "Männerbesuch".
Gab es zwischen dem Verschwinden des Schlüssels des Zweithauses von Alois Sträublender und Götten eine Verbindung? Gab Katharina Blum Ludiwg Götten den Schlüssel, damit er dorthin flüchten konnte? Was denkt ihr? Meiner Meinung nach könnte dies sehr wohl der Fall sein, doch bezeugen kann ich dies noch nicht.
Ich hoffe, dass ich mir die vielen Fragen, die mir während dieses Leseprozesses aufkamen im weiteren Verlaufe der Geschichte beantworten kann.
Bis zum nächsten Mal.
Freitag, 16. Januar 2015
"Mein lieber Ludwig"
Sali mitenand!
Dieses Mal habe ich es mir in der Schule bequem gemacht. Wir besitzen nämlich eine Mediothek in der es sehr gemütlich (wenn man eine Schule als gemütlich bezeichnen kann) ist und wo es rote Sessel gibt! Diese sind natürlich unheimlich beliebt. Ich ergatterte mir also einen solchen Sessel, machte es mir bequem, Kopfhörer rein, Musik an, Welt aus und vertiefte mich ins Buch. Seite um Seite, bis ich irgendwann stoppen musste um das Gelesene noch einmal durchzudenken. Ich finde immer noch, dass viel zu viele Informationen auf einmal folgen und man so schnell den Faden verliert, weil man plötzlich nicht mehr weiss wer, wer ist oder was zuvor geschah, etc. Ich machte mir also noch einmal Gedanken darüber und markierte die Infos, welche mir als wichtig erschienen.
Mir ist auch aufgefallen, dass die Kapitel immer länger werden ;)
Mir ist auch aufgefallen, dass die Kapitel immer länger werden ;)
In der Geschichte ging es darum, wie Ludwig Götten und Katharina Blum aufeinander trafen.
Sie befragten einige Personen, die auf dem Hausball von Frau Woltersheim waren und irgendwann im Verlaufe des Tages mit Götten in Verbindung kamen.
Ludwig Götten kam aufgrund einer spontanen Aktion von einer (in der Geschichte als Cousine bezeichneten) Verwandten, Hertha Scheumel auf die Party, die Freundin von ihr Claudia Sterm, kam durch diese Aktion in Begleitung eines Mannes, der sich als Scheich verkleidete. Später stellte sich heraus, dass dieser Scheich ein verdeckter Ermittler der Polizei war, der Götten auf Schritt und Tritt mit einigen anderen verfolgte.
Ich bin gespannt wie sich dieser Fall entwickelt, bis bald!
Ludwig Götten kam aufgrund einer spontanen Aktion von einer (in der Geschichte als Cousine bezeichneten) Verwandten, Hertha Scheumel auf die Party, die Freundin von ihr Claudia Sterm, kam durch diese Aktion in Begleitung eines Mannes, der sich als Scheich verkleidete. Später stellte sich heraus, dass dieser Scheich ein verdeckter Ermittler der Polizei war, der Götten auf Schritt und Tritt mit einigen anderen verfolgte.
Hier kommt mir die Frage auf, ob der Scheich auf dem Hausball ebenfalls Walter Moeding war und Katharina Blum dies ahnte. Denn am Anfang des Buches erfährt man, dass Katharina Blum ihre Tat dem Kriminaloberkommissar Walter Moeding, der sich in diesem Moment als Scheich verkleidete, gestand. War ihr bewusst, auf was sie sich einlässt, wenn sie mit Ludwig Götten in Verbindung tritt?
"...klingelt sie an der Wohnungstür des Kriminaloberkommissars Walter Moeding, der eben dabei ist, sich aus dienstlichen, nicht privaten Gründen als Scheich zu verkleiden,..." (H. Böll, S. 9)
Die Aussagen der beiden Freundinnen waren fast identisch, ausser ein, meiner Meinung nach, unwichtiges Detail. Beide waren sehr darüber erstaunt, dass die als spröde bekannte Katharina Blum so rasch, innig und vertraut mit Götten umging. Stimmt es also wirklich, dass die beiden sich schon länger kannten?
Viele Dinge sprechen gegen Katharina Blums Aussage, Götten erst an diesem Abend kennengelernt zu haben. Katharina Blum wird ja vorgeworfen, Ludwig Götten zur Flucht vor der Polizei verholfen zu haben. Allerdings wurde er ja ständig von der Polizei überwacht, hätten sie dann nicht schon früher von der Verbindung zwischen Katharina und Ludwig erfahren müssen? Wie hätten sich die beiden denn Verabreden können, ohne dass die Polizei Wind davon bekommen hätte? Was haltet ihr davon? Ich bin unschlüssig. Auf einer Seite hätte die Polizei Ludwig Götten so genau unter die Lupe nehmen müssen, damit jegliche, verdächtig scheinenden Personen schon im Voraus untersucht worden wären. Oder Götten, ganz einfach schon viel eher hätte festgenommen werden sollen, damit es gar nicht zu der bestehenden Situation hätte kommen können.
Warum gelang es Götten schliesslich doch unbemerkt vor der Polizei zu fliehen, obwohl diese die Wohnung von Katharina so genau überwachten?
Viele Dinge sprechen gegen Katharina Blums Aussage, Götten erst an diesem Abend kennengelernt zu haben. Katharina Blum wird ja vorgeworfen, Ludwig Götten zur Flucht vor der Polizei verholfen zu haben. Allerdings wurde er ja ständig von der Polizei überwacht, hätten sie dann nicht schon früher von der Verbindung zwischen Katharina und Ludwig erfahren müssen? Wie hätten sich die beiden denn Verabreden können, ohne dass die Polizei Wind davon bekommen hätte? Was haltet ihr davon? Ich bin unschlüssig. Auf einer Seite hätte die Polizei Ludwig Götten so genau unter die Lupe nehmen müssen, damit jegliche, verdächtig scheinenden Personen schon im Voraus untersucht worden wären. Oder Götten, ganz einfach schon viel eher hätte festgenommen werden sollen, damit es gar nicht zu der bestehenden Situation hätte kommen können.
Warum gelang es Götten schliesslich doch unbemerkt vor der Polizei zu fliehen, obwohl diese die Wohnung von Katharina so genau überwachten?
Versucht die Polizei durch das Aufsehen des Falles Katharina Blum von ihren eigenen Fehlern abzulenken?
Es hätte auch jeden anderen treffen können, der mit Götten vor seinem Verschwinden in Verbindung gekommen war. Vielleicht war es Teil des Planes von Hertha Scheumel oder sogar Else Woltersheim, das Ludwig Götten mit jemandem auf der Party Bekanntschaft schliesst. Man weiss es nicht.Ich bin gespannt wie sich dieser Fall entwickelt, bis bald!
Freitag, 9. Januar 2015
Die ZEITUNG
Hallo
Wir kommen langsam aber sicher dem Ende meines Blogs zu. Seit ihr auch schon auf das Ende gespannt? Ich schon! Ich finde, je mehr man liest, desto spannender wird es. Die Geschichte wird auch immer klarer im Verlaufe der Zeit.
Ich habe es mir in der Schule und zu Hause, da ich alleine bin und egal wo ich bin, meine Ruhe habe, erneut auf der Couch bequem gemacht und los gelesen. Kapitel um Kapitel(Diese werden unteranderem auch immer länger), bis ich stoppen musste, da es viel zu viele neue Informationen gab...
Wir waren das letzte Mal ja bei der Vernehmung von Katharina stehen geblieben, nun wurden die Hausbewohner befragt. Niemand konnte den Beamten etwas zu Katharina sagen, sie wussten, welches Auto ihr gehörte und haben sie als Chefsekretärin oder Abteilungsleiterin gehalten. Ausschliesslich zwei Bewohner konnten Näheres zu ihr erzählen, nämlich Frau Schmill und der pensionierte Beamte Ruhwiedel. Allerdings waren die Aussagen nicht ganz identisch. Beide gaben an, dass die Blum hin und wieder Männerbesuche bekam, doch während Frau Schmill den Mann als vierzigjährig, elastisch und offensichtlich aus besseren Kreisen beschrieb, umschrieb Herr Ruhwiedel den Herren als sehr jung und schlacksig. Als man Katharina darauf ansprach wurde sie aus Scham und Ärger rot. Sie reagierte sehr spitz auf die Frage, ob sie gelegentlich Männerbesuche empfange. Schliesslich blockte sie ganz ab, als Beizmenne auf väterliche Art und Weise versuchte auf sie einzureden.
"Beizmenne sagte, es sei doch gar nichts Schlimmes, wenn sie einen Freund habe, der - und hier machte er einen entscheidenden psychologischen Fehler - nicht zudringlich, sondern vielleicht zärtlich zu ihr gewesen sei; sie sei ja geschieden und nicht mehr zur Treue verpflichtet, und es sei nicht einmal - der dritte entscheidende Fehler! - verwerflich, wenn da möglicherweise bei unzudringlichen Zärtlichkeiten gewisse materielle Vorteile heraussprängen." (H. Böll, S. 32)
Warum aber reagierte Katharina so auf diese Aussage? Vor allem ist ihr ja auch der Unterschied zwischen Zudringlichkeiten und Zärtlichkeiten überaus wichtig.
Anschliessend wurde sie von Beizmennes Assistenten Walter Moeding nach Hause gebracht, wobei sie noch zusammen etwas trinken gingen und zum Tanzen. Danach schätzte er Katharina als unberechenbar ein und bat um ihre Inhaftierung.
Warum bleibt er bei der Meinung sie zu inhaftieren, wenn sie doch alle Hausbewohner als adrett(sauber/ordentlich)und freundlich beschrieben? Wäre sie abgesehen von ihrer Tat überhaupt fähig dazu? Ich persönlich finde dies schwierig zu beantworten, denn so wie sie im Buch beschrieben wird, scheint sie mir eine eher zurückhaltende Frau zu sein, die nicht fähig wäre sich oder jemand anderem etwas anzutun. Ich weiss natürlich dass es nicht so ist, würde sie aber trotzdem nicht eines Mordes verdächtigen.
Nun kommt auch Dr. Hubert Blorna ins spiel. In seinen Ferien wurde er von einem "Kerl von der ZEITUNG" auf Katharina Blume Charakter angesprochen. Er beschrieb sie als sehr klug und kühl. Die ZEITUNG schmückte diese Aussage noch etwas aus, um vermutlich Katharina noch verdächtiger scheinen zu lassen.
Ich frage mich aber warum genau Dieser Fall der Katharina Blum bei der ZEITUNG so ein grosses Aufsehen erregt und alle anderen, ich behaupte mal, wichtigeren Geschehnissen der Welt so in den Schatten stellt? Was meint ihr dazu?
Zurück zu Blorna und seiner Frau Trude. Die beiden waren exakt 40 Stunden im Urlaub, als sie bereits wieder abreisten, um Katharina beizustehen und zu helfen. Denn das Ehepaar hat ihr sehr vieles zu verdanke und sie hängen sehr an ihr. Auf der Titelseite der ZEITUNG erschien erneut eine Story von Katharina. Nun machten die Reporter ihre schwerkranke Mutter und ihren Ex-Mann ausfündig. Keiner der beiden wäre auf die Idee gekommen, Katharina etwas unter die Arme zu greifen und sie nicht noch schlechter hinzustellen. Vor allem ihr Ex-Mann fiel ihr mit Aussagen wie
"...dass ihr die Zärtlichkeiten eines Mörders und Räubers lieber waren als meine unkomplizierte Zuneigung,..." (H. Böll, S.41)
,in den Rücken.
,in den Rücken.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum ein solch grosser Aufstand um Katharina gemacht wird, obwohl man Ludwig Götten sucht.
Im weiteren Verfahren der Vernehmung wurde ein kleines, abgenutztes grünes Notizbuch unter die Lupe genommen. Katharina Blum schrieb alles detailliert auf, jeden Kilometer den sie fuhr, ausser ungefähr 25'000 km. Später kam aus, dass sie manchmal einfach ins Auto stieg und los fuhr, allerdings nur bei Regen. Sie fuhr stundenlang einfach in der Gegen rum, bis sie spätabends wieder nach Hause kam. Warum hat Katharina diese Fahrten als nicht so wichtig empfunden, obwohl sie doch sonst alles so genau festhielt?
Man erfährt noch, dass sie dies aus Angst, so zu enden wie viele alleinstehenden Frauen.
Dies ist für mich ein Gegenargument gegen ihre Kühlheit, liegt es möglicherweise daran, dass sie immer eine Fassette aufgesetzt hatte, welche sie auf keinen Fall vor jemandem absetzten wollte? Vielleicht ist Katharina Blum doch nicht so kühl wie sie scheint zu sein.
Jedes kleinste Detail, welches man in der Wohnung von Katharina Blum fand, wurde genauestens inspiziert und hinterfragt. Konnte sie diese Fragen nicht ohne jeden Zweifel widerlegen, wurde sie schon wieder verdächtigt. Wie würdet ihr reagieren, würde man euch so vernehmen? Ehrlich gesagt würde ich langsam aber sicher an meiner eigenen Aussage beginnen zu zweifeln, denn jedes einzelne Wort wird so gedreht, dass es wieder zu einem Verdacht/Vorwurf passt. So hat man gar nicht die Möglichkeit die Leute zu überzeugen...
Bis zum nächsten Mal!
Im weiteren Verfahren der Vernehmung wurde ein kleines, abgenutztes grünes Notizbuch unter die Lupe genommen. Katharina Blum schrieb alles detailliert auf, jeden Kilometer den sie fuhr, ausser ungefähr 25'000 km. Später kam aus, dass sie manchmal einfach ins Auto stieg und los fuhr, allerdings nur bei Regen. Sie fuhr stundenlang einfach in der Gegen rum, bis sie spätabends wieder nach Hause kam. Warum hat Katharina diese Fahrten als nicht so wichtig empfunden, obwohl sie doch sonst alles so genau festhielt?
Man erfährt noch, dass sie dies aus Angst, so zu enden wie viele alleinstehenden Frauen.
Dies ist für mich ein Gegenargument gegen ihre Kühlheit, liegt es möglicherweise daran, dass sie immer eine Fassette aufgesetzt hatte, welche sie auf keinen Fall vor jemandem absetzten wollte? Vielleicht ist Katharina Blum doch nicht so kühl wie sie scheint zu sein.
Jedes kleinste Detail, welches man in der Wohnung von Katharina Blum fand, wurde genauestens inspiziert und hinterfragt. Konnte sie diese Fragen nicht ohne jeden Zweifel widerlegen, wurde sie schon wieder verdächtigt. Wie würdet ihr reagieren, würde man euch so vernehmen? Ehrlich gesagt würde ich langsam aber sicher an meiner eigenen Aussage beginnen zu zweifeln, denn jedes einzelne Wort wird so gedreht, dass es wieder zu einem Verdacht/Vorwurf passt. So hat man gar nicht die Möglichkeit die Leute zu überzeugen...
Bis zum nächsten Mal!
Dienstag, 6. Januar 2015
Katharinas Vernehmung
Willkommen im Jahr 2015!
So, nach den vielen Feiertagen habe ich es endlich wieder geschafft, am Buch weiter zu lesen. Wir haben nun offiziell das letzte Jahr abgeschlossen, das geht so unglaublich schnell!! Wie habt ihr Silvester gefeiert? Also ich bin ins neue Jahr geschlittelt, was eiskalt aber unvergesslich war, ansonsten war es bei mir super gemühtlich. Habt ihr auch schon so viel für dieses Jahr geplant? Ich auf jeden Fall schon, ich kommen ziemlich in der Welt rum. Zuerst eine kleine Reise durch Kambodscha mit einem Zirkus, danach an ein internationales Turnfest in Helsinki und dazwischen gibt es vielleicht noch kleinere Reisen.
Ich freu mich riesig darauf!
In der Geschichte geht es leider nicht so feierlich zu und her.
Katharinas Wohnung wurde zuerst überwacht, bis sie schliesslich unter strengsten Vorsichtsmassnahmen gestürmt wurde. Katharina wirkte ziemlich gelassen, ja fast schon triumphierend, obwohl ihre Wohnung, wie auch sie, so gründlich durchsucht worden sind, bis sie schlussendlich mit zur Vernehmung genommen wurde. Jedoch wurde nicht sie gesucht, sondern ihr Partner Ludwig Götten, ein lange gesuchter Bandit und Mörder. Katharina wurde gründlich ausgequetscht. Sie musste ihren ganzen Lebenslauf detailiert schildern. Danach wurde sie in ihre Zelle gebracht.
Die Vernehmung von Katharina dauerte viel länger als normal, da sie sich als sehr korrekt und vor allem pingelig erwies. Denn jeder einzelne Satz musste ihr vorgelesen und allenfalls korrigiert werden.
Ich las genau 8 Kapitel, in denen es ausschliesslich um die Vernehmung von Katharina ging. Meine Konzentration war dieses mal etwas besser. Ich machte es mir auf dem Sofa im Wohnzimmer gemütlich und begann zu lesen. In diesen Kapiteln erfährt man sehr vieles über die Hauptfigur Katharina Blum. Sie musste den Verlust ihres Vaters Peter Blum, im Alter von sechs Jahren überwinden. Dadurch musste sie schon früh beginnen, im Haushalt mit zu helfen. Sie ging an eine Hauswirtschaftsschule und arbeitete an vielen verschiedenen Orten, mit vielen diversen Personen. Sie heiratete Wilhelm Brettloh, den sie allerdings nach kurzer Zeit wieder verlies. Danach zog sie in die Stadt, fand wieder neue Stellen und lernte erneut neue Leute kennen, unter anderem das Ehepaar Blorna.
Dr. Hubert Blorna wurde im aller ersten Kapitel unter den drei Hauptquellen genannt.
Die Vernehmung von Katharina dauerte viel länger als normal, da sie sich als sehr korrekt und vor allem pingelig erwies. Denn jeder einzelne Satz musste ihr vorgelesen und allenfalls korrigiert werden.
Ich las genau 8 Kapitel, in denen es ausschliesslich um die Vernehmung von Katharina ging. Meine Konzentration war dieses mal etwas besser. Ich machte es mir auf dem Sofa im Wohnzimmer gemütlich und begann zu lesen. In diesen Kapiteln erfährt man sehr vieles über die Hauptfigur Katharina Blum. Sie musste den Verlust ihres Vaters Peter Blum, im Alter von sechs Jahren überwinden. Dadurch musste sie schon früh beginnen, im Haushalt mit zu helfen. Sie ging an eine Hauswirtschaftsschule und arbeitete an vielen verschiedenen Orten, mit vielen diversen Personen. Sie heiratete Wilhelm Brettloh, den sie allerdings nach kurzer Zeit wieder verlies. Danach zog sie in die Stadt, fand wieder neue Stellen und lernte erneut neue Leute kennen, unter anderem das Ehepaar Blorna.
Dr. Hubert Blorna wurde im aller ersten Kapitel unter den drei Hauptquellen genannt.
Als ich las, was Katharina in ihrem Leben bereits erlebte, war ich erstmals erstaunt. Sie machte so viele verschiedene Dinge, da verliert man schnell den Überblick. Mir kommt die Frage auf, ob sie sich überhaupt einmal eine freie Minute gönnte. Mit meinen momentanen Kenntnissen des Mordes könnte ich mir, auf Grund der Bitte von Katharina Blum, sie zu verhaften, damit sie bei ihrem "lieben Ludwig" sein kann, vorstellen, dass ihr alles über den Kopf gewachsen ist und sie nur noch zu ihm möchte, um so an nichts anderes mehr denken zu müssen.
Was ich auch noch hinzufügen möchte,ist dass man, je mehr man liest, das erste Kapitel immer mehr nachvollziehen kann. Es macht sich sogar nützlich, um die vielen Personen einzuordnen.
Falls euch Fragen aufkommen, oder Unklarheiten sind, teilt es mir doch mit. So können wir Fragen austauschen, diskutieren oder diese beantworten.
Vielen Dank und bis bald!
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